Heinrich IV. von Frankreich

Heinrich IV. Bourbon, de>

Heinrich IV. von Frankreich

Heinrich IV. von Navarra war als Erster Prinz Anführer der französischen Hugenotten und bestieg nach dem Ende der Valois-Dynastie 1589 den Thron Frankreichs - als erster Bourbone. Im Frankreich des 16. Jahrhunderts kämpften Katholiken und Protestanten gegeneinander um die Macht in Staat und Gesellschaft. Als König sorgte Heinrich IV. dafür, dass in dem gespaltenen Land wieder religiöse Toleranz möglich wurde. Heinrich IV. war Sohn von Johanna von Albret, Hugenottin und Königin von Navarra und Anton von Bourbon, des Ersten Prinzen von Geblüt. Mit dem Tode des Bruders und Thronfolgers König Heinrichs III. im Jahre 1584, machte ihn diese Abstammung, obwohl er Führer der protestantischen Partei war, zum theoretisch möglichen Erben. Heinrich III. bestimmte ihn zu seinem Nachfolger, verlangte jedoch den Übertritt zum katholischen Glauben. Nachdem Heinrich von Navarra verstand, dass er nur so das in zwei religiöse Lager gespaltene Frankeich wieder vereinen konnte, schwörte er dem protestantischen Glauben am 25. Juli 1593 offiziell ab. Am 27. Februar 1594 wurde er in Chartres zum König gekrönt. Nach dem Sieg über den letzten bewaffneten Widerstand in der Bretagne und der Rückeroberung der Stadt Amiens von den Spaniern wurde 1598 das Edikt von Nantes unterzeichnet, das den Hugenotten freie Religionsausübung garantierte. In Frankreich kehrte endlich wieder Frieden ein. Die Herrschaft Heinrichs IV. endete am 14. Mai 1610, als er von einem Attentäter erstochen wurde.

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